Fachtagung 2018

Praxislernen: Profil und Partnerschaften. Qualität der BStO im Land Brandenburg stärken

 

Am 21. November 2018 fand die zweite landesweite Fachtagung „Praxislernen: Profil und Partnerschaften. Qualität der Berufs- und Studienorientierung im Land Brandenburg stärken“ der Koordinierungsstelle Praxislernen in Potsdam statt.

Ziele

  • Aufzeigen der Chancen von Praxislernen und positive Beispiele verbreiten.
  • Impulse und Anregungen zur Einführung und zur qualitativen Umsetzung von Praxislernen geben.
  • Informationen und Sensibilisierung zur Verzahnung mit anderen BStO Instrumenten, insbesondere Potentialanalyse und Berufswahlpass.
  • Informieren zum Ansatz des Praxislernens insbesondere über die Qualitätskriterien.
  • Vorstellen von Zwischenergebnissen des Projektes Koordinierungsstelle Praxislernen und Ausblick zu weiteren Projektaktivitäten geben.

Zielgruppen

  • Alle Ober-, Gesamt- und Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“.
  • Vertreter/innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit entsprechenden Fachbezug.
  • Projekt und Kooperationspartner und Mitglieder des Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V.

Insgesamt nahmen 139 Personen an der Fachveranstaltung im Kongresshotel Potsdam am Templiner See teil.

Eröffnet wurde die Fachtagung durch Beate Günther, Geschäftsführerin des Netzwerk Zukunft Schule und Wirtschaft für Brandenburg und Projektleiterin der Koordinierungsstelle Praxislernen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion und vier parallellaufenden thematischen Workshops wurden gute Beispiele aus der Schulpraxis vorgestellt sowie disktutiert, wie eine Verzahnung von Praxislernen mit anderen BStO-Instrumenten gelingen kann.

Hier können Sie das Fachtagungsprogramm herunterladen:
Programm Fachtagung Praxislernen (21.11.2018) | .pdf (181 KB)

Fachvortrag

Ergebnisse und Ausblick des Projektes Koordinierungsstelle Praxislernen
Agnes Lemme, Koordinierungsstelle Praxislernen

In dem Vortrag der Koordinierungsstelle gab Frau Lemme einen Überblick über die Projektaktivitäten der Koordinierungsstelle der letzten zwei Jahre als auch einen Ausblick über die Aktivitäten für den kommenden Förderzeitraum bis zum 31.12.2020. Die Erfahrungen aus zweijähriger Projektarbeit zeigen deutlich, dass viele Brandenburger Schulen ihr BStO-Profil weiterentwickelt und ausgebaut haben und das Praxislernen als ein wichtiges Instrument zur Berufswahlkompetenzentwicklung anerkennen und nutzen.
Hierbei berücksichtigen immer mehr Schulen die Richtlinien der Verwaltungsvorschriften der Berufs- und Studienorientierung von 2016 und die Rahmenvorgaben der Landesstrategie zur Berufs- und Studienorientierung von 2015, wenn es um die qualitative Umsetzung des praxisorientierten Unterrichts geht.

Download: Ergebnisse und Ausblick des Projektes Koordinierungsstelle Praxislernen | .pdf (1 MB)

 

Podiumsdiskussion

Die Verzahnung von Praxislernen mit anderen Instrumenten der Berufs- und Studienorientierung

In der Podiumsdiskussion mit Frau Hanke und Frau Hesse von der Werner-von-Siemens-Schule Gransee, Frau Knospe von der Clara-Zetkin-Schule Strausberg, eine Schule mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt „Lernen“ Strausberg, berichteten die Schulen aus den Erfahrungen bei der Umsetzung des Praxislernens und diskutierten die Vorteile aber auch die Knackpunkte bei der Verzahnung von Praxislernen mit anderen Bausteinen der Berufs- und Studienorientierung an ihrer Schule. Frau Messerschmidt von der Projektstelle Potenzialanalyse Brandenburg der kobra.net gGmbH und Frau Zimmermann, Lehrerin und erfahrene Fortbildnerin zur Berufs- und Studienorientierung vom Netzwerk Zukunft, berichteten über ihre Erfahrungen in der Zusammen-arbeit mit Schulen bei der qualitativen Umsetzung der Potenzialanalyse, über die Bedeutung des Berufswahlpasses für die Entwicklung der Berufswahlkompetenz und den Mehrwert einer qualitätsvollen Verzahnung der BStO-Instrumente.

Diskussionspunkte und Themen der Gesprächsrunde waren:

  • Verankerung des Praxislernens als Teil des schuleigenen BStO-Konzeptes.
  • Motivation und Hintergrund der Einführung des Praxislernens unter Berücksichtigung der Schulform und des Schulprofils, der regionalen Besonderheiten und der Zusammensetzung des Schülerklientels.
  • Stellenwert des Praxislernens im Rahmen des BStO-Konzeptes.
  • Vor- und Nachbereiten von Praxislernaufgaben.
  • Qualitätsstandards bei der Umsetzung der Potenzialanalyse (PA) für die externen Träger und für die Schule.
  • Die Bedeutung des Berufswahlpasses bei der Entwicklung der Berufswahlkompetenz und die Verzahnung mit dem Praxislernen und der Potenzialanalyse.
  • Herausforderungen bei der Umsetzung des Praxislernens.

 

Vorträge mit anschließender Gesprächsrunde

Um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben an mindestens zwei verschiedenen thematischen Workshops teilnehmen zu können, wurden die vier Workshops zweimal hintereinander angeboten.

Workshop 1: Qualitätskriterien auf dem Prüfstand – Erfahrungswerte aus der Praxis

Sabine Krüger, Fachkonferenzleiterin BFU/ WAT und Maren Kopatz, Lehrerin BFU/ WAT, von der Jean-Clermont-Oberschule Oranienburg stellten im Workshop ihr Konzept zum berufsfeldorientierten Unterricht (BFU) vor, welches seit dem Schuljahr 2006/2007 als Wahlpflichtunterricht im schulinternen Curriculum verankert ist. Lernfelder werden in Abstimmung thematisch fächerübergreifend in allen Fächern bearbeitet.  Als Beispiel wurde das Kartoffelprojekt vorgestellt und die Teilnehmenden konnten sich ganz praktisch am Kartoffeldruck ausprobieren.
Download: Jean-Clermont-Oberschule Oranienburg|.pdf (3 MB)

Workshop 2: Erfahrungswerte mit der Verzahnung verschiedener Instrumente der Berufs- und Studienorientierung

Schulleiterin Katharina Vogt und Ina Grunicke, verantwortliche Lehrkraft für die Berufs- und Studienorientierung, von der Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule Ziesar präsentierten das BStO Konzept der Schule. Das Praxislernen, was im Jahrgang 8 angeboten wird, sowie andere BStO-Aktivitäten der Schule, wie die Betriebskontaktmesse, werden vor allem in Kooperation mit landwirtschaftlichen, handwerklichen und dienstleistenden Betrieben der Region umgesetzt.
Download:Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule Ziesar| .pdf (4 MB)

Workshop 3: Wie gelingt die Einbindung aller Fachbereiche in das Praxislernen?

Die Grund- und Oberschule „Ernst Legal“ Schlieben bietet seit dem Schuljahr 2006/2007 das Praxislernen für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 und 8 an. Marina Wobser, verantwortliche Lehrkraft für das Praxislernen, stellte den Teilnehmenden das schuleigene Praxislernkonzept vor, schilderte ihre Erfahrungen bei der Einbindung der Lehrkräfte bei der Erstellung der Aufgaben und stellte Lernaufgaben der Schule vor. Zu diesem Workshop gibt es keine Präsentation.

Workshop 4: Qualität braucht Kontinuität: Wie sichern wir das Erfahrungswissen ausscheidender Lehrkräfte für die nachwachsende Lehrergeneration?

Schulleiter Wolfgang Ricken und Manja Handtke, verantwortliche Lehrkraft für die Berufs- und Studienorientierung, von der Otto-Tschirch-Oberschule Brandenburg an der Havel stellten bewährte BStO Instrumente der Schule vor, diskutierten mit den Teilnehmenden über Methoden der Führung und der Motivation von Kolleginnen und Kollegen und beschrieben am Beispiel des BStO Teams der Schule, wie Übergabeprozesse an der Schule gestaltet werden.
Download: Otto-Tschirch-Oberschule Brandenburg an der Havel|.pdf (400 KB)

Ein paar Eindrücke von der Veranstaltung unter Angabe: (c) NWZ-PXL 2018 „all rights reserved“